Wer sich selbständig macht, stösst mit dem eigenen Rechner bald einmal an die Grenze des Speichervolumen. Auch die kostenlosen 15 GB von Google Drive reichen da nicht weit, von den 2 GB auf Dropbox ganz zu schweigen. Doch welche weiteren Möglichkeiten gibt es?

Wer für sein Startup und sein Team einen grösseren Speicherplatz braucht, sollte folgende Grössen beachten: Standort des Rechenzentrums und Preis der Dienstleistung. Wobei für Startups oft Sonderkonditionen (Link) möglich sind  Aber auch die Performance, also die Datenmenge, die in einer gegebenen Zeit auf das betreffende Speichermedium geschrieben oder davon verarbeitet werden kann, ist zu beachten. Nachfolgend sind die grössten Cloud-Anbieter genauer beschrieben.

1. IBM Cloud

Im Oktober 2018 erweiterte IBM sein Cloud-Angebot durch die Übernahme von Red Hat, einem Linux- und Cloud-Anbieter. Dafür blätterte Tech-Gigant IBM 34 Milliarden Dollar hin um seine Markposition unter den Hybrid Cloud-Anbietern zu stärken. Was eine Hybrid-Cloud ist, wird dir unten in der Box erklärt. IBM kann aufgrund seiner Hybrid Cloud sehr individualisierte Lösungen anbieten. Die Performance ist vergleichbar mit jener seiner nächsten Konkurrenten wie beispielsweise Azure. Die IBM Cloud hat 11 Serverstandorte in Europa, jedoch keine in der Schweiz.

2. AWS/Amazon

Da AWS von Amazon sich stark auf das Internet als Netzwerk für Daten verlässt, ist deren Performance nicht allumfassend optimal. Das Netz hat in den letzten Jahren jedoch eine enorme Leistungssteigerung durchlaufen. Amazone plant zwei neue Rechenzentren in Europa zusätzlich zu den jetzigen sieben. Keines davon liegt in der Schweiz. Praktisch an ASW ist, dass jeweils nur der gebrauchte Speicherplatz bezahlt werden muss, nicht ganze Datenpakete. Es gibt keine maximale Datengrenze an sich. Es können ganze Domains bereitgestellt werden. Auch eine SSL-Verschlüsselung ist möglich.

3. Azure/Microsoft

Microsofts Datenspeicherplatz fällt besonders durch eine starke Netzwerkleistung auf. Dies liegt auch daran, dass Azure auf eine eigene Netzwerkverbindung zurückgreift um Daten zwischen den physischen Regionen hin und her zu schieben. Als Vergleich, die Google Cloud beispielsweise hat Mühe Daten von und zu Indien weiterzuleiten. Azure hat zwei Server-Standorte in der Schweiz: Zürich und Genf. Zur Dienstleistung gehören sowohl verwaltete wie auch unverwaltete Datenkonten. Azure kann einen Monat gratis getestet werden.

Der Entrepreneur Club Winterthur (ECW) bietet für seine Mitglieder kostenlose Credits zur Benutzung für IBM Cloud wie auch AWS an. Noch kein Mitglied? Werde hier Teil der Community. Bezüglich kostenloser Credits für Azure wie auch Google ist der ECW in Verhandlung mit den Anbietern.

Erklärung Hybrid Cloud:
Eine Mischung aus Public und Private Cloud. Ersteres ist eine Cloud zugänglich via Internet wie bspw. Google Drive. Dies hat den Vorteil, dass Kunden nicht in eine Hardware, also einen physischen, geschützten Speicherort, investieren müssen. Dies macht Public Clouds flexibler. Für sensible Daten empfiehlt sich eine Private Cloud. Dieser Speicherort steht nur für eine Organisation zur Verfügung.