Augmented Reality vermischt die virtuelle mit der realen Welt. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig und haben grosses Zukunftspotenzial. Komm auf eine futuristische Reise.

Augmented Reality war einst Zukunftsmusik. Das ist passé. Denn durch die technologischen Fortschritte der letzten Jahre wurde aus der Zukunftsmusik Wirklichkeit. Die Menschen nutzen heute Augmented Reality bereits für verschiedene Dinge im Alltag. Bekannte Beispiele sind die App «IKEA Place» und das Mobilegame «Pokémon Go». Hier eine Übersicht von bereits erfolgreich lancierten AR-Projekten.

Für Hundeohren-Fans

Benutzt du die App mit dem weissen Geist auf gelbem Hintergrund? 100 Millionen Menschen weltweit würden diese Frage aktuell mit Ja beantworten. Denn Snapchat ist ein globales Phänomen, das wie eine Bombe in die Gesellschaft eingeschlagen hat. Die App ist DAS Paradebeispiel in Bezug auf Augmented Reality, welches von der breiten Masse genutzt wird. Die App erweitert die Realität mit sogenannten Filtern. Einer davon ist der Hundeohrenfilter. Dabei werden dem eigenen Gesicht virtuelle Ohren aufgesetzt, wodurch sich das virtuelle Ich in eine Art Mensch-Hund-Mischung verwandelt. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Mit wenigen Klicks lassen sich auch Blumenkränze, Glubschaugen, John-Lennon-Brillen und viele weitere kuriose, lustige und gar verstörende Realitätserweiterungen einfügen.

Echtes Gesicht, virtuelle Ohren – willkommen bei Snapchat. (Foto: intelligencer.com)

Für Interieur-Junkies

Wie macht sich der weisse Ankleidungsschrank in meinem Zimmer? Soll es der grüne oder doch lieber der violette Hocker werden? Solche Fragen erübrigen sich dank der App «IKEA Place» im Nu. Denn mit Hilfe der Kamera können Interieur-Gegenstände nach Belieben im Raum platziert werden. Vorstellungskraft ade, welcome Augmented Reality.

Räumliches Vorstellungsvermögen war in der Schule nicht so deins? Mit Apps kein Problem. (Foto: Ikea)

Für Wissensdurstige

Potenzial hat Augmented Reality vor allem in der Industrie, der Medizin und in Grosskonzernen. Dort können ganze Prozesse mit Hilfe von AR-Brillen oder auch einfach nur durch die Linse eines Smartphones oder Tablets erlernt werden. Ein Beispiel dafür ist Bosch. Blickt die Mitarbeiterin auf ein Fahrzeug, werden Erläuterungen, 3D-Objekte oder gar Videos auf das reale Objekt projiziert. Dem Anwender werden so die technischen Zusammenhänge direkt vor Augen geführt, wodurch sich Entscheidungen leichter, schneller und fundierter treffen lassen.

Augmented Reality als helfende Hand: Prozessmanagement leicht gemacht. (Foto: Bosch)

Für Zocker

Der Hype um «Pokémon Go» ist zwar abgeflacht – nichts- destotrotz war die App Vorreiter in der Kombination von Gaming und Augmented Reality. Mit der App können virtuelle Fantasiewesen in der realen Welt gefangen werden. GPS-Lokalisierung sei Dank. Augmented Reality erleichtert nicht nur den beruflichen Alltag – es bringt den Nutzern auch viel Spass.

Augmented Reality wird auch in Zukunft aus einem enorm grossen Topf an Potenzial schöpfen. Denn die Vermischung von Realität und Virtualität ist vergleichbar mit dem Schlaraffenland. Viele kreative Köpfe haben viele innovative Ideen – so werden die Würste am Baum oder eben alternativ die AR-Ideen immer und immer wieder nachwachsen.

Fantasiewesen bei Pokémon Go, die mit blossem Auge nicht erkennbar sind. Betrachtet man sie jedoch durch die Linse, erwachen sie zum Leben. (Foto: junkee.com)