«Energie für mobile Geräte aus Körperabwärme»

Mithras Technology ist ein Spin-Off der ETH Zürich und hat die Vision, die Zukunft der Energieproduktion zu verändern. Das Start-up will, dass Energie dort produziert wird, wo sie auch wieder verbraucht wird. In welchem Bereich arbeitet Mithras an diesem visionären Ziel?


Mithras Technology

Namen der Gründer: Moritz Thielen und Franco Membrini

Gründungsjahr: 2018


Unsere Geschäftsidee:

Mithras Technology: Mithras entwickelt thermoelektrische Generatoren, welche die menschliche Körperabwärme in nutzbare Elektrizität umwandeln. Energie kann so immer und überall produziert werden, und unsere mobilen Geräte, oder medizinische Anwendungen wie zum Beispiel Hörgeräte versorgen. Der Ursprung der Idee ist ziemlich unspektakulär; innerhalb des Gründerteams erkannten wir die Problematik des mobilen Energiebedarfs und suchten aktiv nach Lösungen. Da bot sich das sogenannte Human Body Energy Harvesting an.

Startupdate: Human Body Energy Harvesting heisst, dass man die Energie der Körperabwärme „erntet“. Die Tempereturdifferenzen zwischen Haut und Luft können mittels einem thermoelektrischen Generator direkt in Energie umgewandelt werden. Diese kann wiederum zur Versorgung mobiler Geräte wie Smartphones, -watches, Fitness Trackern oder medizinischer Anwendungen genutzt werden. Eine Variante der Mithras-Prototypen funktioniert folgendermassen:

Unsere Kunden:

Mithras Technology: Momentan befinden wir uns noch in der Entwicklungsphase, das heisst, dass wir in diesem Sinn noch keine Kunden haben. Sobald unsere Produkte auf den Markt kommen, sprechen diese grundsätzlich jeden an, der ein mobiles elektronisches Gerät besitzt, mit der Akkuleistung desselben aber nicht zufrieden ist oder wegen seines Lebensstils oder eines gesundheitlichen Handicaps auf dezentrale Energie angewiesen ist.

Dieses berufliche Know-How haben wir für die Gründung unseres Startups mitgebracht: 

Mithras Technology:Unser Team hat eine super Bandbreite an Qualitäten, um unsere Ambitionen umzusetzen. Ich selbst bringe mehrjährige Startup-Erfahrung mit und betreue den unternehmerischen Part unseres Projektes. Dr. Moritz Thielen, Co-Founder und unser CTO, bringt das ganze technische Know-how mit. Moritz ist einer der wenigen Ingenieure weltweit, die sich auf dieses spezifische Gebiet der Thermoelektrik spezialisiert haben. So ergänzen wir uns optimal. Auch die übrigen Teammitglieder bringen wertvolle Qualitäten mit in das Projekt, so zum Beispiel Dr. Michele Magno, Dozent an der ETH, oder unser kürzlich bestelltes Advisory Board mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Das mussten wir von Grund auf erlernen:

Mithras Technology:Pläne sind schön und gut, aber auch mit Vorsicht zu geniessen. Wir haben gelernt, dass ein Business Plan niemals richtig fertig wird, die Umstände oder die Ziele können sich ändern und so den immensen Planungsaufwand, den man von Beginn an betreibt ziemlich überflüssig werden lassen. Es kann auch schädlich sein, wenn man sich auf seinen anfänglichen Plan versteift und so Chancen und Gelegenheiten, die diesem zuwiderlaufen, ignoriert, nur weil sie eben nicht zum Plan gehören. Wichtig ist, die Kernkompetenz und das Wachstum des Unternehmens in dieser Phase voranzutreiben, mit den Worten die ich kürzlich von einer anderen Gründerin gehört habe: Just do it!

Moritz Thielen und Franco Membrini revolutionieren die Energieproduktion.

Die grössten Herausforderungen:

Mithras Technology:Die Startup-Welt ist faszinierend, sie bietet unendlich viele Möglichkeiten sich zu engagieren, sich einzubringen, an Wettbewerben und Förderungsprogrammen teilzunehmen. Gleichzeitig kommt einem diese Welt der Programme und Veranstaltungen zuweilen vor wie der reinste Dschungel. Es ist nicht immer einfach die richtigen Programme für sich zu identifizieren, wo mache ich mit, welche Veranstaltungen sollte ich besuchen und so weiter. Als Gründer könnte man die ganze Arbeitswoche problemlos mit Startup-Events und Programmteilnahmen füllen und dabei die Kernkompetenz und eigentliche Ausrichtung des Unternehmens fast vergessen. Für uns war und ist es sehr hilfreich, dass wir mit dem KMU-Zentrum Graubünden einen kompetenten Partner an Bord haben, der uns in diesem Dschungel ab und an die richtige Richtung weist.

Unsere grössten Erfolge:

Mithras Technology:Gegründet haben wir Mithras im November 2018, wir sind also noch sehr jung. Trotzdem dürfen wir sagen, dass wir schon einige wichtige Meilensteine erreicht haben. Die für uns bedeutendsten sind sicher die Verpflichtung unseres spitzen Teams, dass Kompetenzen in jedem Bereich, vom Marketing über die Finanzplanung bis zur Elektronik und Entwicklung der Generatoren mitbringt. Ein weiterer wichtiger Erfolg war die Akkreditierung als offiziellem Spin-off der ETH Zürich. Dieser technologische Ritterschlag ist für die Kommunikation, für den Zugang zum ETH Netzwerk und die Investorensuche von grösstem Nutzen für uns.

So hat sich unser Leben nach der Gründung verändert:

Mithras Technology:Neben der vielgehörten Herausforderung viel Arbeit für wenig Lohn kommt meiner Meinung nach ein nicht zu unterschätzender Aspekt dazu. Aus meinen Erfahrungen kann ich berichten, dass die Gefühlswelt von Gründern sehr schwankend sein kann. An einem Tag hat man das Gefühl, das nächste Fortune 500 Unternehmen gegründet zu haben, am nächsten denkt man, das wird ja nie was. Wichtig ist, dass man in den Down-Phasen dranbleibt und sein Ziel nicht aus den Augen verliert, dann geht es auch bald wieder bergauf.

Ein Blick in die Zukunft: 

Mithras Technology:Der nächste wichtige Schritt in unserem Projekt wird die Sicherstellung unseres Finanzbedarfs sein. Dazu sind wir auf der Suche nach einem passenden Investor. Sobald wir diesen gefunden haben, können wir die Entwicklung unserer Prototypen zum Abschluss bringen, und die Markteinführung unseres Bracelets (Bild) sowie zwei bis drei Varianten des integrierten Generators angehen.

Unsere wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups:

Mithras Technology:Ich habe es bereits angetönt: Wenn man darauf wartet, dass der eigene Business Plan perfekt ist und alle Eventualitäten einkalkuliert, wird man nie ein Unternehmen gründen. Der wichtigste Schritt zur Gründung ist nicht der Entschluss es zu tun, das machen viele. Vielmehr sollte man das eigene Projekt nicht zerdenken, sondern angehen!

 

 

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