«Wir konnten von der Erfahrung anderer Unternehmer profitieren.»

Oxygen at Work entwickelt Pflanzenkonzepte, um die Luftqualität in Büros zu optimieren und ein gesunderes und attraktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen. Manuel Winter, Co-Founder des Unternehmens, berichtet im Interview über seine Gründererfahrung, von der Idee bis zur Expansion.


Oxygen at Work AG

Namen der Gründer: Manuel Winter, Joel Bloch, Rita Salathé

Gründungsjahr: 2017


Unsere Geschäftsidee:

MANUEL WINTER: Oxygen at Work verbessert die Luftqualität in Büros mit leistungsfähigen Pflanzenkonzepten und der Analyse von Luftdaten. Der positive Effekt der Pflanzen auf das Raumklima wird dem Kunden nicht länger vorenthalten und über 9 Datenpunkte transparent kommuniziert. Resultierend kann ein gesundes und attraktives Arbeitsumfeld geschaffen werden, dass Krankheitsausfälle reduziert, die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigert und weniger Energie für die Belüftung benötigt.

Auf die Idee sind wir eigentlich eher durch Zufall gekommen. Joel Bloch, ein Freund von mir aus Kindertagen und ehemaliger Biologiestudent, wollte seinen Arbeitsplatz attraktiver gestalten. Daraus entwickelte sich eine Diskussion, die immer konkreter wurde und dazu führte, die Gründung einer Unternehmung ins Auge zu fassen. Wir haben folgend Rita Salathé, eine diplomierte Gärtnerin, angeschrieben und begonnen die Marktchancen zu testen. Wir schrieben zehn Firmen an, wovon drei Interesse an den smarten Büropflanzen zeigten. Bis zum ersten tatsächlichen Kunden vergingen etwa vier Monate und anfangs 2017 gründeten wir drei „Oxygen at Work“ mit Sitz in Zürich.

Unsere Kunden:

All unseren Kunden sind Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit wichtig. Dies gilt sowohl für Grossunternehmen und Konzerne wie Lindt & Srüngli, SRF, Ringier oder JLL als auch für kleinere Unternehmen und Startups wie Starmind, Teralytics, Avrios und Locatee. Mittlerweile haben wir über 50 Kunden verteilt auf die Schweiz und Deutschland.

Dieses berufliche Know-How haben wir für die Gründung unseres Startups mitgebracht:

Wir drei Gründer konnten Wissen und Erfahrung aus der Wirtschaft, dem Unternehmertum und der Pflanzenwelt einbringen, wodurch wir uns perfekt ergänzen.

Das mussten wir von Grund auf erlernen:

Auch wenn wir alle bereits Vorwissen einbringen konnten, so mussten wir den grössten Teil neu erlernen und uns aneignen. Dabei konnten wir vor allem auch von der Erfahrung anderer Unternehmer profitieren, die uns bei Themen wie der Teamzusammenstellung, Finanzplanung, Sales und vielem mehr geholfen haben.

Die grössten Herausforderungen:

Die grösste Herausforderung war es, die richtigen Leute zu finden, die nicht nur die nötigen technischen Skills und Motivation mitbringen, sondern auch die Vision teilen und das bestehende Team optimal ergänzen. In dieser Zeit haben wir gelernt, dass eine Idee nur so gut ist wie das Team, das diese umsetzt.

Unsere grössten Erfolge:

Glücklicherweise hat die grösste Herausforderung auch zum grössten Erfolg geführt und zwar ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. Natürlich gibt es viele weitere grosse Highlights, wie zum Beispiel den allerersten Kunden zu gewinnen, oder das erste Projekt in Deutschland umzusetzen. Weiter waren auch die vielen positiven Rückmeldungen der Kunden und derer Mitarbeiter ein grosser Erfolg für uns.

Die Pflanzen bringen auch Farbe ins Büro (Foto: oxygenatwork)

So hat sich unser Leben nach der Gründung verändert:

Im Vergleich zu meiner Zeit davor bei einem Grosskonzern hat sich der Alltag sehr stark verändert. Einerseits hat man mehr Flexibilität, andererseits aber auch mehr Verantwortung. Hervorheben möchte ich jedoch das positive Gefühl, das man erhält, wenn man etwas Positives bewirken kann. Sei dies für die Umwelt oder für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Büroarbeitern.

Ein Blick in die Zukunft:

Wir wollen natürlich weiter wachsen und uns im Markt etablieren. Daneben haben wir aber viele spannende Projekte und neue Produkte und Dienstleistungen in der Pipeline, für welche wir unter anderem zusammen mit EMPA NEST an der Entwicklung arbeiten.

Unsere wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups:

Wartet nicht zu lange, sondern legt einfach los und sprecht so früh wie möglich mit (potenziellen) Kunden, um ein Verständnis für den Markt zu erhalten.

Vielen Dank für das Interview!

Oxygenatwork

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