«Vom Hausmeister zum Software-Entwickler»

Die Propulsion Academy ist eine Coding- und Data-Science-Akademie mit Sitz in Zürich, die es Studierenden aus anderen Bereichen ermöglicht, in Softwareentwickler- und Data-Science-Positionen zu wechseln. Was Gründer Laurent Meyer von Grund auf lernen musste, welchen Herausforderungen er sich stellen musste und wie sich sein Leben seit der Gründung verändert hat, erfahren wir im Interview mit ihm.


Propulsion Academy

Name des Gründers: Laurent Meyer

Gründungsjahr: 2016


Die Geschäftsidee:

LAURENT: Die Propulsion Academy mit Sitz in Zürich, München und online ist eine Coding- und Data-Science-Akademie, die eine Vielzahl von Vollzeit-, Teilzeit- und Unternehmensprogrammen für motivierte Lernende anbietet, die ihre Karriere mit Technologie verbessern möchten. 

Propulsion bietet Bildungsprogramme an, die es Studenten aus anderen Bereichen ermöglichen, in Softwareentwickler- und Data-Science-Positionen zu wechseln, einige der attraktivsten Jobs der Zukunft. Zu den Firmenkunden gehören Tamedia, die Mobiliar, Ringier und weitere, wo Propulsion fortschrittliche Technologien und Konzepte wie Machine Learning, AI, NLP und Deep Learning lehrt. 

Wie kam es zu der Geschäftsidee?

Propulsion wurde gegründet, um den wachsenden Bedarf an Tech-Talenten von Schweizer Unternehmen im Vergleich zu dem begrenzten Angebot von traditionellen Universitäten zu decken. Dank des praxisnahen, projektbasierten und industrieorientierten Ansatzes können die Studenten direkt nach Abschluss des Programms in technische Positionen wechseln, auch wenn sie aus anderen Disziplinen kommen und wenig Vorkenntnisse haben.

Propulsion ist als „Coding Bootcamp“ bekannt, ein Konzept, das sich weltweit durchgesetzt hat, um den Bedarf an technischen Spezialisten zu decken. Es gibt mehrere hundert solcher Akademien auf der ganzen Welt, aber Propulsion ist die einzige in der Schweiz.

Unsere Kunden:

Zu unseren Kunden gehören Personen, welche einen Karrierewechsel anstreben und im Bereich der Software-Entwicklung starten wollen, sowie Personen, welche ihre vorhandenen Fähigkeiten weiter ausbauen wollen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Zudem zählen wir zu unseren Kunden einige der renomiertesten Universätiäten in der Schweiz, wo wir gewisse Module unterrichten dürfen, sowie Unternehmen, welche uns beauftragen ihre Teams weiterzubilden oder Projekte im Bereich Data Science durchzuführen.  

Dieses berufliche Know-How habe ich für die Gründung meines Startups mitgebracht:

15+ Jahre Erfahrung in der Geschäftsentwicklung im Technologiesektor in grossen und kleinen Organisationen, in den USA und Europa.

Das musste ich von Grund auf erlernen:

Anwendung meiner bisherigen Erfahrungen auf einen neuen Sektor, Bildung, sowie den Aufbau eines Teams von Mitarbeitern und Dozenten, um Programme auf die Beine zu stellen, die für potenzielle Studenten attraktiv sein würden.

Propulsion Academy
Das Publikum bei den Abschlusspräsentationen. (Foto: Propulsion Academy)

Die grössten Herausforderungen:

Ein neues Konzept von Grund auf in einem der schwierigsten Märkte und mit kaum Ressourcen zu erstellen und nicht zu wissen, ob es funktionieren wird. Der Aufbau einer Marke. Und am wichtigsten die Menschen dazu zu bringen, an sich selbst zu glauben und dass sie das Programmieren erlernen können. Unsere grösste Konkurrenz sind die Menschen selbst. Propulsion hat Musiker, Sportler, Marketing-Leute in hervorragende Software-Entwickler verwandelt. Dazu gehört natürlich auch, dass die Unternehmen akzeptieren, dass Studenten nach unseren kurzen, aber intensiven Programmen für sie arbeiten können. Die Skepsis besteht auch 4 Jahre später noch, trotz einer beachtlichen Liste von Unternehmen, die von uns rekrutieren.

Unsere grössten Erfolge:

Weltklasse-Programme zu schaffen und ein Top-Player in Europa zu werden, sowie der Aufbau eines tollen Teams von motivierten Mitarbeitern, denen der Erfolg der Schüler am Herzen liegt.

Die letzten Monate mit Corona haben zudem dazu beigetragen, die Lancierung von neuen Remote-Angeboten voranzutreiben, wodurch wir in schnellster Zeit unser Portfolio erfolgreich ausbauen konnten. Des Weiteren sind wir stolz darauf, das Vertrauen der Schweizer Universitäten erhalten zu haben und Teile ihrer Programme unterrichten und weiterentwickeln zu dürfen. 

So hat sich unser Leben nach der Gründung verändert:

Ich habe immer hart gearbeitet, egal welche Rolle ich hatte, aber es gab immer jemanden über mir, der das Sagen hatte. Die grösste Veränderung für mich ist jetzt, dass ich beides tun muss, natürlich unterstützt von tollen Teammitgliedern.

Ein Blick in die Zukunft:

Der nächste wichtige Schritt ist die Expansion nach München und anderen strategischen Standorten, sowie das Kursangebot laufend zu erweitern und die gefragtesten Technologien zu unterrichten.

Unsere wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups:

Geduld ist eine Tugend. Man möchte immer, dass die Dinge schneller passieren als erwartet. Es braucht Zeit und man muss in der Zwischenzeit durchhalten. Gute Dinge kommen zu denen, die ihr Bestes geben und von grossartigen Menschen umgeben sind, aber Beziehungen brauchen Zeit, um sich zu formen und zu nähren.

Eine spannende Anekdote: 

Hier ist eine der vielen Geschichten: Einer unserer Studenten war ein Hausmeister ohne Programmierkenntnisse in einem Unternehmen, für das er arbeitete, bevor er kündigte, um an unserem Full-Stack-Programm teilzunehmen. Nach seinem Abschluss wurde er als Softwareentwickler in der gleichen Firma eingestellt!

 
Vielen Dank für das Interview!
 

 

Propulsion Academy

 

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