«Bleibe nahe am Kunden und versuche, seinen Need zu spüren.»

SpitzenStart hat es sich zur Aufgabe gemacht, anhand von Analysen, Befragungen, Workshops und Präsentationen für beste Qualität in der beruflichen Grundbildung zu sorgen. Gründerin Janine Brühwiler erzählt, wie sie ihre Vision umsetzt und was sie auf ihrem Weg gelernt hat.


SpitzenStart

Name der Gründerin: Janine Brühwiler

Gründungsjahr: 2019


Unsere Geschäftsidee:

JANINE BRÜHWILER: Wir sorgen für beste und kontinuierliche Qualität in der beruflichen Grundbildung. Gemeinsam mit den Lehrbetrieben analysieren wir die aktuelle Situation, zum Beispiel mit Befragungen von Lernenden und Berufsbildenden, aber auch mit Workshops und Kennzahlenprüfung. Die Ergebnisse bereiten wir für die Lehrbetriebe und Beteiligten verständlich auf und präsentieren unsere Erkenntnisse und Empfehlungen.

Wir begleiten die Lehrbetriebe aber auch darüber hinaus, beispielsweise bei der Ableitung von konkreten Massnahmen oder bei der Erarbeitung und Umsetzung der Optimierungen. Zusätzlich bieten wir zusammen mit unserer Partnerfirma ertragswerkstatt das Label „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ an, welches unter anderem Eltern und Schülern als Orientierungshilfe bei der Wahl eines hervorragenden Ausbildungsbetriebs hilft.

Janine Brühwiler
Janine Brühwiler gründete 2019 ihr Unternehmen SpitzenStart. (Foto: Janine Brühwiler)

Unsere Kunden:

Lehrbetriebe aller Branchen mit unterschiedlich vielen Lernenden.

Dieses berufliche Know-How habe ich für die Gründung meines Startups mitgebracht:

Das Know-How aus meinem Studium wie auch aus meiner Arbeitserfahrung als Personalentwicklerin. Zudem habe ich durch meine erste Firma sehr viel über die Geschäftsführung und Kundengewinnung gelernt, das ich nun bestens anwenden kann.

Das musste ich von Grund auf erlernen:

Einige Gegebenheiten und Merkmale der beruflichen Grundbildung, da ich nicht alle Lehrberufe kenne und jeder Lehrberuf seine Eigenheiten hat. Auch kenne ich nicht alle Branchen und lerne dort immer wieder viel dazu. Das schöne daran ist aber, dass eben doch vieles Ähnlich ist und die unterschiedlichen Einblicke einen echten Mehrwert bringen.

Die grössten Herausforderungen:

Die ersten Kunden und Partner zu gewinnen. Bis man einige Kunden hat und das Geschäft auch etwas mehr präzisieren und optimieren kann, dauert es. In Zeiten von Covid-19 mit einem eigenen Geschäft unterwegs zu sein, ist schwierig. Noch schwieriger, wenn man gerade erst gestartet ist und die Kundenakquise an oberster Stelle steht. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und finden auch in dieser Zeit Wege und Möglichkeiten, um Kunden/innen zu gewinnen und für bestehende Kunden/innen da zu sein.

Janine Brühwiler
Janine Brühwiler hat bereits mit ihrem ersten Startup Corsando wertvolle Erfahrungen gesammelt. (Foto: Janine Brühwiler)

Meine grössten Erfolge:

Einige äusserst vielversprechende Gespräche mit sehr grossen Verbänden und möglichen Geschäftspartnern. Daumen drücken, dass es bei allen auch so erfolgreich weiter geht.

So hat sich mein Leben nach der Gründung verändert:

Die Aufgaben und die Tagesstruktur hat sich geändert. Ich arbeite viel von zu Hause aus und vermisse es manchmal, in einem Büro mit mehreren Teamkollegen und -kolleginnen zusammenzuarbeiten und gemeinsam auch Pause zu machen.

Ein Blick in die Zukunft:

Vor allem die Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden und Partnern auszubauen und dann auch das Team zu vergrössern. Allenfalls dann in ein paar Jahren auch weitere Märkte anzugehen.

Meine wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups:

Immer nahe am Kunden sein und versuchen, dessen Need zu spüren und die eigenen Lösungen optimal darauf abzustimmen. Viele Kontakte knüpfen, sein Netzwerk nutzen und um Feedback und Unterstützung fragen.