«Wir haben gelernt, dass das Startup sich an unser Leben anpasst – und nicht umgekehrt.»

teatime.care ist eine wissenschaftsbasierte, innovative Applikation zur Prävention von Belastungsstörungen, wie Burnout, und soll die psychische Gesundheit unserer Gesellschaft unterstützen. Die Co-Founders Serkan Yavuz und Anastasia Yavuz-Gallo erzählen, wie sie ihre Vision umsetzen und was sie auf dem Weg zum erfolgreichen Startup gelernt haben.


teatime.care/probel GmbH

Namen der Gründenden: Serkan Yavuz und Anastasia Yavuz-Gallo

Gründungsjahr: 2014


Unsere Geschäftsidee:

34% aller Lehrpersonen in der Schweiz sind akut Burnout gefährdet. Auch andere Berufsgruppen sind gefährdet, eine 2010 erhobene Studie berichtet von emotionaler Erschöpfung bei 25% aller Erwerbstätigen in der Schweiz.

Mit teatime.care bieten wir eine wissenschaftsbasierte, innovative Applikation zur Prävention von Belastungsstörungen, wie Burnout, und möchten somit die psychische Gesundheit unserer Gesellschaft unterstützen.

Mit der App können die Nutzer durch gezielte Selbstreflexionen und kognitive Übungen ihre psychische Gesundheit stärken. Ein Assessement zu den Ressourcen und Belastungen gibt den Nutzern Hinweise auf ihre aktuelle psychische Gesundheit und enthält Ratschläge für weitere Schritte. Zudem haben die Nutzer die Möglichkeit ihre Daten in der App zu Analysieren und für sich Schlussfolgerungen zu ziehen. Bei Bedarf können die Nutzer ihre Daten aus der App auch mit ihrem Coach teilen, um diese in den Coachingprozess einfliessen zu lassen.

Aktuell ist unsere erste App Namens teatime.edu in den Appstores erhältlich. Diese Version wurde spezifisch für Lehrpersonen entwickelt.

teatime.care App
Die App teatime.care dient zur Prävention von Burnout bei Lehrpersonen. (Foto: teatime.care)

Unsere Kunden:

Die Zielgruppe der App teatime.edu sind Lehrpersonen. Mit teatime.edu können Lehrpersonen ihre psychische Gesundheit stärken, ihre Entwicklung beobachten und somit die App als Unterstützung im herausfordernden Alltag nutzen. In einem weiteren Schritt bauen wir die App auf weitere Berufsgruppen aus.

Dieses berufliche Know-How haben wir für die Gründung unseres Startups mitgebracht:

Vor der Gründung konnten wir bereits wertvolle Erfahrungen in den Feldern Projektmanagement, BWL, Marketing, Administration und Psychologie sammeln. Unser grosses Interesse an den Themen Psychologie, psychische Gesundheit und Technologie (digital health) hat uns den notwendigen Antrieb gegeben.

Das mussten wir von Grund auf erlernen:

Wir mussten vieles von Grund auf erlernen, denn es gibt ja keine Berufsbildung um Entrepreneur zu werden. Angefangen bei den bürokratischen Prozessen zur Gründung bis hin zu Web- und App-Design haben wir alles Schritt für Schritt gelernt. Dieser Lernprozess entstand in verschiedenen Kooperationen, wie auch im Selbststudium dank den heutigen digitalen Medien.

Die grössten Herausforderungen:

Die grösste Herausforderung ist immer noch das Tabu „Burnout“ oder „psychische Gesundheit“ zu brechen. Obwohl die psychischen Belastungen und deren Effekte heutzutage omnipräsent sind, spricht man nicht gerne darüber. Das Thema „digital health“ unseren potentiellen Kunden näher zubringen ist eine weitere Herausforderung. Natürlich sind da noch die Challenge, welche jedes Startup hat: die Finanzen. Man muss lernen mit wenig, Vieles zu erreichen und dabei viel Geduld zu haben.

teatime.care App
Mit der App können Lehrpersonen ihre mentale Gesundheit trainieren und gezielt reflektieren. (Foto: teatime.care)

Unsere grössten Erfolge:

Wir haben im Jahr 2017 bei der Startup Challenge in der Sparte Technologie den zweiten Platz erhalten. Mit der Unterstützung von innosuisse, der FHNW und weiteren Partnern konnten wir unser erstes Produkt teatime.edu entwickeln und in die Appstores stellen. Natürlich war der grösste Erfolgsmoment als die ersten Kunden unsere App kauften und positives Feedback gaben.

So hat sich unser Leben nach der Gründung verändert:

Es gibt viele (sehr) schwierige Situationen im Lebenszyklus eines Startups und dann wieder auch sehr schöne. Wir gingen aus den schwierigen Situationen stärker hervor und die wenigen schönen Momente konnten wir desto mehr geniessen. Auch wenn es schwierig ist, lohnt es sich auf jeden Fall. Wir haben mit der Zeit gelernt, dass nicht unser Leben sich dem Startup, sondern das Startup sich unserem Leben anpasst.

Ein Blick in die Zukunft:

Wir sind in Planung unsere App für weitere Berufsgruppen zur Verfügung zu stellen und ins Ausland zu expandieren (Deutschland, USA). Desweiteren sind wir in Planung unsere App mit machine learning intelligenter zu machen, so dass die App mehr den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen kann. 

Unsere wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups:

Nutzt die verschiedenen Seminare, Kurse und weiteren Veranstaltungen, um euch mit Gründern und Unterstützern zu vernetzen. Gebt nie auf!

 

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