Sie ist CEO von einem der schnellstwachsenden Startups der Schweiz: livom, eine E-Commerce Plattform für modulare Sofas und nachhaltige Möbel. Im Interview sprechen wir über Ihre Rolle als CEO, den Umgang mit Höhen und Tiefen sowie ihr Mindset.

Was bedeutet dir dein Startup?

Livom ist ein Teil von mir.  Ich bin mit dem Unternehmen gewachsen, war anfangs oft überfordert, mittlerweile macht es einfach nur noch Spass. Dies sicher vor allem, weil ich den Fokus immer auf die Kundenzufriedenheit hatte. Jeden Tag, wenn ich aufstehe freue mich mich darauf, wieder Menschen mit bestmöglichem Service glücklich zu machen. 

Was war anfangs das Herausforderndste für dich?

Die Mitarbeiterführung. Das habe ich anfangs total unterschätzt. Ich glaube, als Gründer eines Unternehmens erwartet man schnell, dass jeder Mitarbeiter gleich tickt, gleich kommuniziert und gleich leidenschaftlich dabei ist wie man selbst. Wenn man merkt, dass dies nicht so ist, muss man zuerst lernen mit all diesen verschiedenen Typen umzugehen.

Fiel es dir in diesem Zusammenhang auch schwer, Aufgaben an andere zu delegieren?

Anfangs ja. Ich wollte überall dabei sein, überall sicherstellen, dass alles gut gemacht wurde. Irgendwann musste ich merken, dass es nicht geht, wenn ich überall involviert bin und alles persönlich kontrolliere.  Mittlerweile bin ich sogar froh, muss ich nicht mehr alles selbst wissen und machen. Das braucht Vertrauen, es kommt zu Fehlern, aber so lernt man und kommt vorwärts.

Was gefällt dir am besten daran, selbständig zu sein?

Alles. Ich lebe das und bin schon immer gerne die Extrameile gegangen. Das kommt mir in meiner Position zugute.

Was ist der beste berufliche Rat, den du je erhalten hast?

Triff niemals Entscheidungen an einem Freitag. Denn an Freitagen sind viele mit dem Kopf schon im Wochenende, besser drauf, weniger kritisch. Die Folge: Am Montag darauf merkt man, dass die Entscheidung doch nicht so gut war. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht sagen, weil wir durch diesen Rat noch nie eine Entscheidung an einem Freitag getroffen haben.

Was tust du, wenn du den Mut verlierst?

Ich bin da recht pragmatisch. Ich rufe dann meist mein Team zusammen, um etwas trinken zu gehen. Dann hat man den Fokus nicht mehr auf dem Schlechten und  am nächsten Tag ist ein neuer Tag.

Woher kommt dieser Optimismus?

Uns ist es egal, was andere sagen. Just try it. Wenn es in die Hose geht, ist es eben so. Dann versucht man es noch einmal.

Wie feierst du Erfolge?

Auch da gehen wir gemeinsam etwas trinken oder essen. Wir sind ein Team voller Genussmenschen. 😉

Mit welcher Unternehmerin würdest du dich gerne mal zum Lunch treffen?

Johannes Kliesch von Snocks. Denn sie sind auch ein junges Startup und haben die gleichen Herausforderungen wie wir, sind uns aber einen Schritt voraus. Dort Inputs zu holen ist sehr hilfreich.

Vielen Dank für das Interview!

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