Drei Schulfreunde hatten während ihrer Gymizeit die Idee für eine Plattform, die Hausarbeiten von Privatpersonen an Studenten vermittelt. 2019 wurde aus der Idee das Startup KORK.

Autorin: Fabienne Zumbühl

KORK entstand aus einem Problem, das die drei Gründer Lars Hulsbergen, Noah Faoro und Daniel Laganux während ihrer Schulzeit oft hatten: Sie wollten sich schnell etwas «Sackgeld» verdienen, mussten aber viel Zeit für die Suche nach Studentenjobs aufwenden. In diesem Problem sahen die drei Unternehmer eine Chance für eine Geschäftsidee. 

Win-win-Situation für Auftraggeber und Studenten

In der heutigen Zeit haben Leute oftmals wenig Zeit, sich neben der Arbeit und der Familie noch um Arbeiten im Haus zu kümmern. Vor allem ältere Personen benötigen oftmals Hilfe im Haushalt. Auf der anderen Seite verdienen sich Studenten gerne etwas neben der Schule oder dem Studium dazu. «Wir haben diese Erfahrung als Schüler selbst gemacht», erzählt uns Daniel.

KORK
Die drei Jungunternehmer Noah, Lars und Daniel (v. l.). (Foto: KORK)

«In der Schweiz gab es keine Plattform, welche Hausarbeiten an Studenten vermittelt», fügt Lars hinzu. So kamen die drei Freunde auf die Idee für KORK. «Früher wurden Inserate auf Korkbrettern ausgeschrieben. Wir machen dies nun auf unserer digitalen Plattform», erklärt uns Noah auf die Frage nach der Inspiration für den Namen des Startups.

Die Plattform soll eine Unterstützung für Auftraggeber wie auch für Studenten sein. Privatpersonen können jegliche Art von Hausarbeiten auf KORK inserieren und Studenten können sich dann bei den Auftraggebern melden. «Durch die Angabe vom Lebenslauf und einer ID-Kopie stellen wir die Sicherheit und das Vertrauen in unserer Plattform her», meint Lars. 

An die Uni geht es erstmals nicht

Für die drei Gründer war es nicht einfach, Unternehmertum und Gymi unter einen Hut zu bringen. Die Jungunternehmer hätten sich zudem mehr Unterstützung von der Schule gewünscht. Daniel erinnert sich: «Wir haben gemerkt, dass Unternehmertum im Gegensatz zu Wettkampfteilnahmen an Sportevents weniger gefördert wurde.» Dennoch haben es die drei geschafft, bis dato eine Nutzerbasis von 600 Auftraggebern und Studenten aufzubauen. Diesen Sommer haben die drei KORK-Gründer ihre Matura erfolgreich abgeschlossen. An die Universität geht es jedoch erstmals nicht. «Wir wollen uns nun vollständig auf KORK fokussieren und unser Produkt verbessern», erklärt Lars. Mittlerweile haben nämlich auch andere Anbieter ähnliche Produkte entwickelt und somit steigt die Konkurrenz stetig an.

Die drei Gründer wünschen sich, dass bald auch andere Jungunternehmer Nutzer ihrer Plattform werden. Noah meint dazu: «Unsere Plattform ist ideal für andere Startup-Gründende und Angestellte, welche während ihren zwölfstündigen Arbeitstagen alle anderen Arbeiten über uns outsourcen möchten».

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Startup Magazin 2020.

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