Storabble hat eine Plattform entwickelt, auf welcher ungenutzter Raum angeboten und an jene vermittelt wird, die Platz brauchen. Das Ziel: Möglichst wenig Immobilieninfrastruktur bleibt ungenutzt. Das fünfköpfige Gründerteam erzählt von ihren ersten Erfahrungen mit ihrem noch jungen Startup, ihren Herausforderungen, Erfolgen und Zielen.


Storabble KLG

Namen der Gründenden:

Max Spillmann, David Frehner, Alessio Sposato, Jan Enderli, Oliver Meyer

Gründungsjahr:
2021


 

Was ist die Geschäftsidee hinter Storabble? 

Wir sind der Online-Marktplatz für Lagerräume in der Schweiz. Das heisst, wir verbinden Private und Unternehmen, die ungenutzten Raum haben, mit denen die ihn wirklich brauchen. Durch diesen Sharing Economy Ansatz ermöglichen wir es, ungenutzte Fläche zu teilen und bestehende Immobilieninfrastruktur besser auszulasten. Kurz gesagt wir sind ein Airbnb für Lagerräume.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Wir hatten diese Idee im Entrepreneurship Kurs an der Universität St. Gallen (HSG), wo wir uns auch alle erstmals kennengelernt haben. Wir suchten von Anfang an eine Idee, mit der wir zur Sharing Economy beitragen können. Unser Ziel mit Storabble ist «no space to waste”, sprich sicherzustellen, dass möglichst wenig Fläche ungenutzt bleibt. Denn bis zu 24% aller Schweizer Emissionen werden durch Immobilien verursacht und die Zersiedelung nimmt weiter zu. Wenn wir es schaffen, diese besser zu nutzen und auszulasten, können wir einen grossen Unterschied machen. Platz wird immer ein knapperes Gut, vor allem in grossen, urbanen Städten mit wachsender Bevölkerungsdichte.

Wer sind eure Kunden?

Unsere Kunden sind sowohl Private als auch Unternehmen. Wir unterscheiden auf unserer Plattform zwischen zwei Kundengruppen: Anbieter (Host) und Nachfrager (Storee). Speziell Studierende, aber auch viele Privatpersonen und Firmen, besitzen bei sich im Keller, im Estrich, in der Garage oder in der Lagerhalle ungenutzte Fläche. Diese können sie auf storabble kostenlos ausschreiben, mit anderen teilen und dadurch Geld verdienen. Andererseits sind beispielsweise Unternehmen, Expats oder Leute, die umziehen, auf der Suche nach Lagerraum. Sie finden auf storabble ein günstiges Angebot in ihrer Nähe.

Was musstet ihr in eurer Startup-Journey von Grund auf lernen?

Wie man genau Kunden identifiziert und gezielt anspricht. Das hatten wir natürlich im Studium in theoretischer Form behandelt, aber es konkret zu tun und in einen realen Markt einzutreten ist um einiges komplexer. Hier haben wir zu Beginn viel Lehrgeld bezahlt, nun arbeiten wir umso härter daran.

Was waren bisher die grössten Herausforderungen?

Einerseits das Zeitmanagement und die Zusammenarbeit im Team, weil wir unser Startup während der Studienzeit gegründet und deswegen nicht von Anfang an Vollzeit daran arbeiten konnten. Andererseits ist bei einem Plattform-Business stets die grosse Herausforderung dem Markplatz den benötigten Anstoss zu geben und sicherzustellen, dass genügend Nutzer:innen auf Angebots- und Nachfrageseite vorhanden sind.

Was sind eure bisher grössten Erfolge mit Storabble?

Die ersten Transaktionen, die wir bereits abwickeln konnten, waren sicherlich bisher der grösste Erfolg. Zudem wurden wir beim Startfeld Diamant, dem wichtigsten Startup-Preis der Ostschweiz, gesponsert durch die St. Galler Kantonalbank, als Finalist nominiert. Das hat uns stolz gemacht und uns zusätzlichen Antrieb gegeben in unserer täglichen Arbeit. 

Wie hat sich euer Leben seit der Gründung verändert?

Mit einem Startup wird es nie langweilig. Theoretisch könnten wir 24/7 daran arbeiten, aber das geht nun mal nicht. Aber du bist gedanklich stets dabei und überlegst dir, was man noch neu oder anders tun könnte. Daran mussten wir uns zuerst gewöhnen. Zudem werden wir auf dem Campus oder im Freundeskreis zunehmend darauf angesprochen und wir bekommen auch immer wieder tolles Feedback, was uns natürlich sehr freut.

Was sind eure Pläne für die nächsten Jahre?

Diesen Spätsommer werden wir mit einer Social Media Kampagne nach Winterthur und Zürich expandieren. Bislang haben wir uns, durch die Verbindung mit der HSG auf St. Gallen konzentriert und hier auch unseren MVP lanciert. Danach wollen wir in weitere Schweizer Grossstädte vorstossen mit dem Ziel, künftig nach Deutschland und Österreich zu expandieren. Grundsätzlich haben wir immer mehr Ideen, als wir im Moment tatsächlich umsetzen können.

Was sind eure wertvollsten Tipps für die Gründung eines Startups?

Wenn man eine Idee hat, von der man überzeugt ist und wenn man ein Team hat, das bereit ist, es in die Tat umzusetzen, sollte man diese Gelegenheit unbedingt nutzen. So eine Konstellation und eine solche Möglichkeit ergeben sich vielleicht nicht ein zweites Mal. Als weiteren Tipp empfehlen wir auf jeden Fall mutig zu sein und keine Angst davor zu haben, Fehler zu machen. Das gehört zum Gründungsprozess dazu und ist Teil der steilen Lernkurve.

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