Für die Jungunternehmer Pad Alexander und Vanja Habedus war es nicht von Anfang an klar, den Weg in die Selbständigkeit zu gehen. Die befreundeten Entrepreneure sind sich aber sicher: ohne die Bestärkung ihres Umfelds wären sie heute nicht dort, wo sie sind.

Immer mehr junge Menschen wagen den Sprung ins kalte Wasser. Auch der Wirtschaftsingenieur Pad Alexander und der Betriebswirtschaftsabsolvent Vanja Habedus aus Zürich. Sie waren sich ab einem Zeitpunkt sicher: Ein Nine-to-Five-Job, der sie nicht glücklich macht, ergibt auf Dauer keinen Sinn. Sie mussten weg vom Anstellungsverhältnis hin zu einem Beruf, in dem man seinem Herzen folgen und eigene Entscheidungen treffen kann. Auch wenn dies impliziert, die Sicherheit einer Anstellung für eine ungewisse Zukunft und eine immense Verantwortung zu verlassen.

Inwiefern war die gegenseitige Bestärkung ausschlaggebend beim Weg, den ihr gewählt habt?
Pad Alexander: Für mich war das Umfeld, zu dem auch mein Freund Vanja zählt, sehr wichtig. «Mach das doch, es ist deine Passion!», zu hören, hat mich sehr gepusht. Vor allem hatte ich schon länger bemerkt: Wenn man etwas mit viel Herzblut kreiert, zieht es entsprechend Erfolg an. Darum habe ich mich entschieden, den herausfordernden Weg der Selbständigkeit zu gehen.
Vanja Habedus: Durch unsere Freundschaft und den ständigen Austausch haben wir uns gemeinsam immer mehr in das Thema reingesteigert. Wenn man sich wirklich für den Weg der Selbständigkeit entscheidet, kommt man immer mehr in dieses Unternehmer-und Startup-Umfeld rein. Mehr als die Hälfte meiner Freunde sind Selbständige. Das hat sich ganz natürlich
so entwickelt. Geht man aus persönlicher Überzeugung an bestimmte Events, trifft man auf Persönlichkeiten, die oft ähnliche Einstellungen haben wie man selbst. Ein Jahr später kennt man lauter solche Gleichgesinnte. Das ist meiner Ansicht nach der schwierigste Schritt, nämlich da überhaupt hineinzufinden. Wenn man sich in einem Umfeld bewegt, in dem alle den Schritt ins kalte Wasser gewagt haben, fällt es einem leichter, dies ebenfalls zu tun.

Pad Alexander: Vom Wirtschaftsingenieur zum Magier
Als Pad Alexander im Alter von acht Jahren einen Zauberkasten zum Geburtstag geschenkt bekam, entdeckte er schon früh sein Talent für die Zauberkunst. Dabei hat sich in seinem Leben nicht immer alles um Magie gedreht. Nach seiner Lehre als Elektroniker entschied er sich für ein Masterstudium und dabei hat Pad Alexander gemerkt: Er möchte nicht für andere etwas entwickeln, sondern am liebsten für sich selbst. In seinen Zaubershows legt er den Fokus auf Mentalmagie und ist im In- und Ausland unterwegs. Heute verdient Pad Alexander mit der Zauberkunst und seiner Eventmanagement-Firma seinen Lebensunterhalt.


Wo lassen sich inspirierende Peers kennenlernen
Pad Alexander: Ein toller Ort, um solche Peers an Board zu haben, sind Coworking Spaces. Ich arbeite im «Winti O ice», hier hat jeder einen Tisch in einem Grossraumbüro mit Aufenthaltsraum und Kaffee-Ecke. Hier kann man sich austauschen, unterstützen und gegenseitig motivieren. Da merkt man: Ah, es hat auch andere Leute, die im gleichen Boot sitzen. Am Beispiel von erfolgreichen Magiern, wie es sie zum Beispiel in Las Vegas viele gibt, habe ich gesehen, dass es möglich ist, von dieser Kunst zu leben. Das hat mich inspiriert. Daher ist es extrem wichtig, dass man andere Menschen, die das gleiche Ziel vor Augen haben, beobachtet und sieht: Wow, es funktioniert! Menschen, die dich unterstützen und dir die richtigen Kontakte vermitteln, gehören daher auf jeden Fall dazu.

Hättet ihr es ohne unterstützende Peers nicht durchgezogen?
Pad Alexander: Nein, ich denke nicht. Mir liegt die Zusammenarbeit mit anderen Peers. Solche Kontakte motivieren mich täglich und bestärkenmich auf meinem Weg.
Vanja Habedus: Es ist auf jeden Fall wichtig, sich mit Menschen zu umgeben, die auf dem gleichen Weg sind wie du. Ebenso gehören auch Mentoren und Vorbilder dazu – Menschen, die den Weg schon gegangen sind und wo du siehst, dass jeder seinen individuellen Weg gestalten kann. Die Tatsache, dass Menschen mit den unglaublichsten Produkten und Ideen ihren Lebensunterhalt bestreiten, treibt mich an. Mir persönlich war auch die Anerkennung von Menschen wichtig, die schon ein paar Schritte weiter waren und mich darin bestärkt haben, meinen Weg zu gehen. Vor allem
in Phasen, in denen ich an mir selbst zweifelte.

Vanja Habedus: Absolvent
in Business Administration
zum Flirt-Coach

Als Absolvent in Business Administration an der ZHAW hat Vanja Habedus nicht damit gerechnet, dass er eines Tages als Flirt-Coach arbeiten würde.
Nach Abstechern in die Welt des Marketings bei einem globalen Sprachreiseanbieter und als Campaign Manager einer NGO trieb es ihn weiter. Er wusste schon länger: Das, wonach er suchte, war nicht in einer Anstellung zu finden. Vanja Habedus wollte seinen Job selbst kreieren und seiner Definition einer sinnerfüllten Karriere gerecht wer-
den. Dieser Gedanke trieb ihn auch in die Hansestadt Hamburg, wo er seit über zwei Jahren lebt. Dort entstand auch seine Businesspartnerschaft mit dem Hamburger Unternehmen «Social Fitness», in der er seine Klienten in Liebesbelangen und im Aufbau der Persönlichkeit berät.