Als eine der wenigen Anwaltskanzleien in der Schweiz führt Walder Wyss ein spezialisiertes Team, das sich um die rechtlichen Anliegen von Start-ups kümmert – das „Walder Wyss Start-up Desk“. Wir wollten mehr darüber wissen und haben bei den drei Anwältinnen des Start-up Desks Ramona Wyss, Fabienne Limacher und Christine Leuch nachgefragt.

Was ist die Story hinter dem «Start-up Desk»?

FABIENNE: Walder Wyss betreut schon seit über fünfzehn Jahren Start-ups und ist dadurch mit deren Bedürfnissen bestens vertraut. Im Laufe der Jahre haben wir bemerkt, dass die Nachfrage wächst und dass Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer eine koordinierte Beratung schätzen. Deshalb haben wir mit dem «Start-up Desk» das Know-how aus diversen rechtlichen Fachgebieten gebündelt.
RAMONA: Start-ups können sich über die zentrale E-Mail Adresse startup@walderwyss.com an uns wenden und werden dann umgehend von einem unserer Spezialisten kontaktiert. Damit haben die Start-ups eine zentrale Anlaufstelle, auch wenn eine Fragestellung mehrere Rechtsgebiete betrifft.
CHRISTINE: Hinzu kommt, dass wir immer wieder auf Start-ups ausgerichtete Events durchführen. Unser Sommerevent «Walder Wyss Start-up BBQ» ist mittlerweile ein szenebekannter Networking-Event. Mit dem «Start-up Desk» wollen wir mehr bieten als eine 0815-Rechtsberatung, die man an jeder Ecke kriegt.

Christine Leuch berät im Bereich Immaterialgüterrecht, Wettbewerbsrecht und Produktregulierung. (Foto: Walder Wyss)

Wie unterstützt ihr die Start-ups konkret?

RAMONA: Dies hängt stark vom einzelnen Start-up und auch vom Stadium ab, in dem es sich befindet. In zeitlicher Hinsicht decken wir die ganze Bandbreite ab – von der Entwicklung und Strukturierung des Geschäftsmodells, die Gründung, die Wachstumsphase bis hin zum Exit oder IPO. Die Beratungsthemen variieren auch je nach Branche, in der sich das Start-up bewegt. Als Grosskanzlei können wir ein sehr breites Spektrum an Spezialistinnen und Spezialisten anbieten, die den Start-ups ihr branchenspezifisches Wissen zur Verfügung stellen.

In welchen Branchen ist es besonders empfehlenswert, sich frühzeitig mit rechtlichen Fragen zu beschäftigen?

CHRISTINE: Sicher in Branchen, die stark reguliert sind und in denen es vor der Lancierung des Produkts Bewilligungen einzuholen gilt, also zum Beispiel im Arzneimittel- und Medizinalproduktebereich. Wer da einfach mal loslegt, hat Probleme oftmals vorprogrammiert.
FABIENNE: Aus Steuersicht ist es branchenunabhängig von Vorteil, von Anfang an eine sinnvolle Unternehmens- und Aktionärsstruktur aufzusetzen.

Weshalb vernachlässigen viele Start-ups, insbesondere in der Gründungsphase, die rechtlichen Belange ihres Unternehmens?

CHRISTINE: Es ist verständlich, dass bei Start-ups gerade zu Beginn der Fokus auf dem Produkt oder der Dienstleistung liegt und man möglichst schnell an die Kunden gelangen möchte. Rechtliche Fragen werden dann nur stiefmütterlich behandelt. Viele scheuen zudem die Anwaltskosten.

Fabienne Limacher ist Steuerexpertin im Tax-Team von Walder Wyss und befasst sich mit sämtlichen Steuerfragen, die sich einem Startup stellen. (Foto: Walder Wyss)

Stichwort Kosten: Die Kosten sind für Start-ups oft der ausschlaggebende Faktor. Wie geht Walder Wyss damit um?

RAMONA: Wir verfolgen hier einen dreistufigen Ansatz: Für gewisse «standardisierte Produkte» können wir für Start-ups Fixpreise anbieten. Dies gilt zum Beispiel für Gründungsunterlagen, den ersten Aktionärsbindungsvertrag unter den Gründern oder Markenregistrierungen. Im Rahmen des Erstgesprächs klären wir sodann den Beratungsbedarf und die Erwartungen ab und können auf dieser Basis eine Kostenschätzung abgeben, damit unsere Start-ups vorausplanen können. Und drittens stimmen wir den Zeitpunkt der Rechnungsstellung mit dem Start-up ab und schieben diese beispielsweise bis nach Abschluss der Finanzierungsrunde auf, da die liquiden Mittel davor oft besonders knapp sind.
FABIENNE: Zudem wirken sich unsere Erfahrung und Spezialisierung positiv auf die Gesamtkosten aus. Da unser «Start-up Desk» aus Spezialisten besteht, können viele Fragen bereits am Telefon beantwortet werden. Auch bei komplexeren Anliegen sind wir bemüht, diese effizient und auf pragmatische Weise zu lösen, so dass die Kosten unter Kontrolle bleiben.

Ramona Wyss berät im Bereich Gesellschafts- und Vertragsrecht, insbesondere bei Finanzierungsrunden und beim Abschluss von Verträgen mit Kunden und Partnern. (Foto: Walder Wyss)

Wieso sollten sich Start-ups für euch entscheiden?

CHRISTINE: Aus demselben Grund, wie der Radprofi seine Knieprobleme nicht vom Hausarzt behandeln lässt. Steht viel auf dem Spiel, sollten von der ersten Minute an Spezialisten ans Werk.
FABIENNE: Zudem haben wir durch unsere langjährige Erfahrung ein grosses, Start-up-spezifisches Know-how aufgebaut und verfügen sowohl in der Start-up-Szene als auch in der Corporate-Welt über ein breites Netzwerk. Für unsere Start-ups sind wir daher oft nicht nur juristische Berater, sondern auch Türöffner.

Was ist ein Ratschlag, den ihr Gründern bezüglich juristischer Beratung mitgeben könnt?

FABIENNE: Wir empfehlen unseren Start-ups, frühzeitig eine Auslegeordnung bezüglich juristischen Fragen zu erstellen und, wenn nötig, juristische Unterstützung beizuziehen. Die meisten Fallstricke können im Rahmen eines Erstgesprächs identifiziert und durch entsprechende Strukturierung und Planung entschärft werden.
RAMONA: Genau, von allen Beratungsgesprächen erspart einem dasjenige vor der Gründung.

Über Walder Wyss Rechtsanwälte Die Walder Wyss AG ist eine der erfolgreichsten und am schnellsten wachsenden Schweizer Anwaltskanzleien mit einem Team von über 180 Expertinnen und Experten und Standorten in Zürich, Genf, Bern, Basel, Lausanne und Lugano. Der «Start-up Desk» macht die weitreichende Branchenerfahrung, Kompetenz und Expertise der Teammitglieder für Jungunternehmende zugänglich und unterstützt in allen Etappen – von der zündenden Idee bis zum Verkauf oder zum Börsengang.