Wer ein Startup gründet, hat tausende To-dos im Kopf. Selten steht die Versicherung oben auf der Prioritätenliste. Doch welche Versicherungen sind für ein Startup überhaupt von Anfang an nötig?

Was häufig mit Freunden als Projekt nebenbei beginnt, kann sich plötzlich zu einem Unternehmen entwickeln. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Gründenden ihre vorherige Arbeitsstelle kündigen müssen, für den Lohn von Mitarbeitenden verantwortlich sind und mit dem Team ein Büro beziehen. Das alles bringt eine grosse Verantwortung mit sich. Gegenüber ihren Familien, Mitarbeitenden und Kunden, aber auch gegenüber Investoren, Partnern, Lieferanten und der Öffentlichkeit. Nun stellt sich die Frage, welche Verantwortungsbereiche Startups bereits früh versichern sollen.

Risiken selber tragen oder auslagern?

Verantwortung zu tragen, bedeutet auch, Risiken auf sich zu nehmen. Welche Versicherung und wie viel Schutz Startup Unternehmende brauchen, hängt von ihrer individuellen Risikosituation ab. Abhängigkeitsfaktoren sind beispielsweise die Branche oder ob die Mitarbeitenden schon Kinder haben. Verantwortungsbewusste Gründerinnen und Gründer analysieren alle Risiken und legen fest, welche Risiken sie nicht selber tragen können und besser an eine Versicherung auslagern möchten.

Dabei lohnt es sich, Unterstützung von einem Versicherungs- und Vorsorgeberater zu holen. Sie erkennen mögliche Gefahren, können diese einschätzen und wissen, wie diese minimiert werden können. Versicherungen, die üblicherweise von Anfang an nötig sind:

  • Unfall- und Krankenversicherung: Arbeitgebende müssen ihre Mitarbeitenden – und sich selber – gegen die finanziellen Folgen von Berufsunfällen versichern.
  • Berufliche Vorsorge: Die 2. Säule ist für alle AHV-pflichtigen Mitarbeitenden obligatorisch, wenn sie mehr als 21’150 Franken im Jahr verdienen.
  • Private Vorsorge: Selbständig Erwerbende sind nicht automatisch über einen Arbeitgeber BVG- sowie UVG-versichert und sollten sich darum mit einer Lebensversicherung finanziell absichern.
  • Betriebs- und Gebäudeversicherung: Gründerinnen und Gründer sollten ihr Startup gegen Sachschäden, Ertragsausfälle, Schäden an Maschinen, an der Informatik Infrastruktur und an technischen Geräten sowie gegen Transportschäden und Haftpflichtfälle versichern.
  • Rechtsschutzversicherung: Mit einer Rechtsschutzversicherung schützen sich Jungunternehmerinnen und -unternehmer vor hohen finanziellen Risiken bei Rechtsstreitigkeiten und erhalten professionelle und kompetente Unterstützung in rechtlichen Problemstellungen.

Vergünstigungen für Startups

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Dieser Artikel ist als Erstpublikation im Startup Magazin 2021 erschienen.